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Brasilien 2005 

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Impressionen vom Gemüsemann nebenan in Ouro Branco

.. und weiterer Essenskram *lol*

Dieses Mal gehts zum Gemüseladen nebenan. Nebenan heißt neben der Drogaria meiner Eltern in Ouro Branco. Ich liebe diesen Gemüseladen und ich liebe es, das tolle Gemüse anzuschauen und mich mit meinem Lieblingsgemüsemann zu unterhalten (der immer nach mir fragt und mir Kleinigkeiten von unserem Lieblingsfussballteam schicken will) und um die besten Wassermelonen der Welt zu essen. Deshalb kriegt dieser Laden ("Verdurao") auch eine eigene Hommage.
Auch wenn wahrscheinlich alle dachten: "Was tut die verrückte Deutsche jetzt? Warum fotografiert sie Gemüse??"

Laranja, Limao e Maracuja é tudo que eu quero.. Orangen, Maracujas und weit hinten Limetten



Eines der Hauptnahrungsmittel in Brasilien, das eigentlich nie fehlen darf: Feijao, also Bohnen (zum Mittagessen gibt es immer Reis und Bohnen + nochwas). Wie man sieht gibt es da dann aber unterschiedliche Sorten. Wir essen normalerweise die roten. Oder die schwarzen. Amelie steckt ihre Hände zwar nicht in Bohnensäcke, aber in ähnliches soweit ich mich erinnere. Und ich teile diese Liebe mit ihr. Die Bohnen fühlen sich nämlich an wie Perlen. Ganz glatt :)



Jetzt kommt etwas, wo ich nicht genau weiß, ob es jetzt typisch mineiro oder typisch brasilianisch ist - ist ja auch egal. Goiabada ist süß und wird aus Guaven gemacht. Ist recht zäh und lässt sich schneiden (gibts auch in Dosen). Zusammen mit Käse, normalerweise Queijo de Minas, bildet es (sie?) ein beliebtes Dessert in Brasilien: Romeu e Julieta. Das mag ich sogar, sonst bin ich ja nicht so der Fan von kristallisiertem und komisch süß eingelegtem Obst *schüttel*.
 


gestatten, mein Name ist Romeo
 


.. und ich heiße Julia. Nee, keine Ahnung wer wer ist. Spielt irgendwie auch keine Rolle. Am Ende sind alle tot.
 

Ein weiteres wichtiges Gemüse (?) in Brasilien: Mandioca, also Maniok. Ist ja eigentlich eine Wurzel. Naja, dann eben Wurzelgemüse. Werden gewässert und dann geschält verkauft. Das kann man dann z.B. frittieren (und zum Bier essen) oder eine leckere Suppe draus kochen.
Aus dem Mehl der Maniokwurzel macht man übrigens Farofa. Und auch povilho ist geröstetes Maniokmehl (aber dazu mehr beim pao de queijo..)



Das Foto finde ich ganz witzig, weil es die Dimensionen zeigt, in denen man Knoblauch im Essen verwendet. Das in der Tüte ist nichts anderes als geschälte Knoblauchzehen. Dürften so an die 500 g bis ein Kilo sein. Braucht man z.B. um "tempero", eine Gewürzgrundmischung zu machen. Dazu mixt man 1 kg Knoblauch mit 400 g Salz, 2 Zwiebeln und ein bisschen Frühlingszwiebeln. Das ganze kann man dann für (fast) alles benutzen - als Marinade, beim Reiskochen, in die Bohnen kommts auch.. Erklärt vielleicht, warum ich den Geruch von Knoblauch unweigerlich mit Brasilien verbinde *g*.



Das wars auch schon mit den Fotos aus Brasilien.. natürlich habe ich mir auch ein "kleines" Care-Paket mitgebracht. Nicht nur für mich, auch für meine Familie hier:



Meine Schwester liebt bombons de chocolate von garoto, also hab ich ihr eine Packung mitgenommen, povilho Kekse (die sind so toll und es gibt sie hier nicht - warum nicht??), diverse Doce de leite (meine Mutter liebt die festere, krümeligere Art; es gibt sie mit Kokos, mit Erdnüssen, mit Schoko..)



und auch Pikantes darf nicht fehlen: Leckere Molho de Pimenta - scharfe Soße, schickes Olivenöl (das hab ich echt nur wegen der Verpackung mitgenommen. Ich finde diese Bleckkisten so hübsch!), noch schärfere Molho de pimenta, eingelegte Malagueta Chilis..



ich habe immer noch Hunger! - hier entlang zur Pao de Queijo Reportage